Workshop-Raum

Workshop Ideen und Beispiele

Tipps & Methoden für kreatives Denken 

und gute Moderation

Teamworkshops sind eine Gelegenheit, um innezuhalten, zu reflektieren und gemeinsam in die Zukunft zu schauen. Damit daraus mehr wird als nur ein schöner Tag mit Post-its, kommt es auf eine gute Vorbereitung, das richtige Setting und abwechslungsreiche Workshop-Methoden an. 


Hier findest du Tipps, wie du Teamworkshops planst und durchführst – mit einer klaren Struktur und einer Portion Humor und Leichtigkeit. 


Workshop Methoden
Workshop Teams
Workshop Zusammenarbeit
Workshop Gruppengrößen

1. Bevor es losgeht: Kläre das Workshop-Ziel 

Bevor du Methoden auswählst oder einen Ablauf planst, stelle dir eine zentrale Frage: Was wollt ihr mit dem Workshop erreichen? 


Geht es um eine gemeinsame Standortbestimmung? Die Jahresplanung? Neue Teamstrukturen? Lösungen zu finden, um aktuelle Herausforderungen zu meistern? Oder einfach mal Raum für Austausch und Verbindung? 

Überlege dir genau: Was soll am Ende des Tages anders sein als vorher? Wenn das Workshop-Ziel klar ist, lassen sich daraus die nächsten Schritte ableiten. Erst dann geht es darum, passende Methoden zu finden. 


2. Der richtige Ort macht den Unterschied 

für euren Team-Workshop

Der Raum und die Umgebung beeinflussen, wie sich Menschen fühlen und wie gut sie ins Arbeiten kommen. Das ist wirklich nicht zu unterschätzen.
Deshalb unser Tipp: Geht raus aus dem Alltagstrott.

Sucht euch – wenn möglich – eine inspirierende Umgebung außerhalb eures Standorts. Coworking-Spaces bieten häufig schöne Räumlichkeiten mit moderner Ausstattung. Oder ihr sucht euch eine Location in der Natur für einen richtigen Tapetenwechsel. 

 
Wenn ein externer Veranstaltungsort nicht möglich ist, wähle am besten einen Meeting-Raum mit möglichst viel Tageslicht. Räumt die Tische raus und stellt die Stühle im Halbkreis auf. So wird die Atmosphäre familiärer und ihr könnt den Raum flexibler nutzen. 

Und egal, wo ihr seid: Sorgt für ausreichend Snacks, Kaffee und Tee. Das hebt auf jeden Fall die Stimmung. 

3. Inhaltliche Planung von Workshops – 

Ankommen & Erwartungen klären

Workshops haben den Zweck, aus dem Alltag zu treten und neue Ideen und Gedanken zu entwickeln. Deshalb brauchen sie einen weichen Start, damit sich alle Beteiligten in Ruhe in die Situation einfinden können.

Plane ausreichend Zeit zum Ankommen und "Einchecken" ein. Das hilft nicht nur der Gruppe, sondern auch dir als Moderator:in, stressfrei in den Tag zu starten. Wir setzen in der Regel etwa 30 Minuten dafür an.


Ziel des "Eincheckens" ist, die Stimmung in der Gruppe zu reflektieren und Erwartungen für den Tag abzufragen. Für dich als Moderator:in ist das wichtig, um dein geplantes Vorgehen mit den Teilnehmenden abzustimmen. Aber auch für die Workshop-Teilnehmer ist die Phase des Ankommens entscheidend. Sie stellen sich aufeinander ein und bereiten sich darauf vor, ein gemeinsames Ziel zu erreichen. 

Bei der Auswahl der Methoden in dieser Phase achten wir auf verschiedene Aspekte:

Wir möchten mit Leichtigkeit und Humor in den Tag starten. Die "Check-in"-Phase setzt den Ton für den Tag. Deshalb ist uns wichtig, dass die ersten Methoden direkt Freude machen.

Jede:r soll zu Wort kommen oder die Möglichkeit haben, einen Beitrag zu leisten.


Wir visualisieren die Ergebnisse, insbesondere die Erwartungen. Am Ende des Workshops brauchen wir diese wieder für den „Check-out“.

Methode: Die Wetter-Skala

Schöne und einfache Methode für die Stimmungsabfrage

Ein großes Plakat zeigt verschiedene Wetterlagen – von strahlendem Sonnenschein bis zu Gewitter. Jede:r klebt einen Punkt auf das Wetter, das zur eigenen Stimmung passt. Danach macht ihr ein kurzes Blitzlicht: „Wo steht dein Punkt und warum?“ 

Warum die Wetter-Abfrage wirkt: 

  • Die Wetter-Metapher ist eingängig. Den meisten Menschen fällt es leicht, ihre Stimmung damit zu reflektieren.
  • Ihr seht auf einen Blick, wie es euren Teilnehmenden geht.
  • Alle kommen kurz zu Wort.
Workshop-Methode Wetter
Erwartungen abfragen in Workshops

Workshop-Methode: Erwartungen klären mit Kartenabfrage

Simpel, aber effektiv: Lasse die Teilnehmenden auf Moderations-Karten schreiben, was ihre Erwartungen oder Wünsche für den Tag sind. Teile drei Karten pro Teilnehmer:in aus und gib‘ der Gruppe fünf Minuten Zeit. Wer fertig ist, hängt seine Karten an eine Pinnwand oder ein Flipchart.
 
In kleinen Gruppen könnt ihr ein weiteres Blitzlicht machen und nochmal jede:n zu Wort kommen lassen. In größeren Gruppen liest du als Moderator:in die Karten vor, um Zeit zu sparen.
 
Wichtig: Lasse die Übersicht mit den Erwartungen bis zum Ende des Tages bestehen. So könnt ihr beim „Check-out“ nochmal reflektieren, ob ihr die wichtigsten Punkte bearbeitet habt. 

4. Der Hauptteil: Fragen, die nach vorne führen

Der Kern eines gelungenen Workshops sind gute Fragen. Sie setzen den Fokus, lenken die Aufmerksamkeit und beeinflussen die innere Haltung. Die Frage „Was läuft gerade schlecht?“ fokussiert zum Beispiel auf Defizite und lädt zum Meckern ein.

Probleme dürfen natürlich gern angesprochen werden. Wichtig ist aber, lösungsorientiert mit ihnen umzugehen. Die Fragestellung macht hier den entscheidenden Unterschied. 


Statt „Was läuft gerade schlecht?“ kannst du zum Beispiel fragen: „Was würdet ihr gerne ändern?“ Und daran anschließend „Welche Vorschläge habt ihr?“ 

Gute Workshop-Fragen

Workshop-Methode: Gute Fragen stellen für eine konstruktive Team-Reflexion

1. "Wie möchten wir unsere Zusammenarbeit erleben und was können wir tun, um diesem Zustand näherzukommen?"
Eignet sich, um den Handlungsspielraum deines Teams sichtbar zu machen und erste Schritte zu identifizieren.


2. "In welchen Situationen haben wir schon ähnlich gut zusammengearbeitet? Wie haben wir das damals geschafft?"
Eignet sich, um, vorhandene Ressourcen und Stärken zu aktivieren.


3. "Was möchten wir beibehalten?"
Eignet sich, um das, was gut läuft, nicht aus den Augen zu verlieren.

5. Gönnt euch Pausen – und frische Luft

Workshops sind Konzentrationsarbeit. Gruppenarbeiten, Diskussionen im Plenum, Reflexionen in Stillarbeit – all das lässt die Köpfe rauchen. Deshalb: Gönne deiner Gruppe regelmäßige Pausen.

Unser Pausenfahrplan für Tagesworkshops:

  • Vormittags: 15 Minuten Kaffeepause
  • Mittag: 45–60 Minuten Pause
  • Nachmittags: 15 Minuten Pause

Workshop-Methoden im Freien

Wenn es das Wetter zulässt, empfehlen wir, den ein oder anderen Programmpunkt an die frische Luft zu verlegen. Beim Gehen und im Freien entstehen oft neue Gedanken. Und: Bewegung baut Stress ab und lockert auf. Insbesondere bei schwierigen Themen oder nach fordernden Diskussionen wirkt ein Spaziergang deshalb Wunder. 

Wir lieben Workshop-Methoden, die die Teilnehmenden vor die Tür „jagen“. Unsere Favoriten sind:

Methode "Bewegte Kaffeepause" 

Eine Methode, die eigentlich keine ist:  Alle schnappen sich ein Getränk und einen Snack und gehen gemeinsam spazieren – ohne Arbeitsauftrag. Die Gespräche drehen sich oft ganz automatisch um Workshop-Themen. Und wenn nicht, ist das auch okay. Gemeinsame Bewegung stärkt die Verbindung. 

Methode "Creative Walk"

Kleingruppen (3–4 Personen) bekommen eine Fragestellung und sollen draußen einen Ort suchen, der dazu passt. Dann tauschen sie sich über Assoziationen und Beobachtungen aus.

Beispiel: Was brauchen wir als Team, um kreativ zu sein? Sucht einen Ort, der euch inspiriert – was seht, spürt, denkt ihr dort?

Warum diese Methode funktioniert: Sinn der Methode ist, sich einem Thema auf ungewöhnliche Art zu nähern. Die Suche nach Assoziationen in der Umgebung bringt die Teilnehmenden auf spielerische Art auf neue Gedankengänge.

Methode "10-5-10-5"

Eine intensive Zweierübung, ebenfalls in Verbindung mit einem Spaziergang. Person 1 redet 10 Minuten, Person 2 hört nur zu (ohne Reaktionen). Danach folgen 5 Minuten Schweigen. Dann wechseln die Rollen. 


Warum das wirkt: Diese Methode ermöglicht eine ungewohnte Form der Kommunikation. Die Teilnehmenden reden, ohne unterbrochen zu werden. Und sie hören zu, ohne reagieren zu müssen. Das hilft dabei, eigene Perspektiven in Ruhe weiterzudenken und die Perspektive des Gegenübers umfassend aufzunehmen. 

Workshops Methoden im Freien

6. Kreativ-Methoden mit konkretem Output

Workshops dürfen Spaß machen! Kreativität macht Workshops lebendig und hilft beim Perspektivwechsel. Entsprechende Methoden lockern auf, holen manchen Teilnehmenden aus der Komfortzone und regen so zum kreativen Problemlösen an.

Kreativität ist somit keine „Spielerei“, sondern ermöglicht echten Erkenntnisgewinn auf spielerische Weise.

Hier sind einige unserer Lieblings-Methoden:

Kreative Workshops Methoden

Kreativ-Methode: Collagen basteln

Ideal für Brainstormings zu Werten, Vision oder Teamspirit. Lege Zeitschriften, Kleber, Scheren und Papier bereit. Die Teilnehmenden gestalten in Einzel- oder Gruppenarbeit Collagen zur Leitfrage. 

Beispiel: Wo möchten wir in einem Jahr als Team stehen? Oder: Was macht uns als Team aus? 

Danach stellt jede Gruppe ihre Collage vor. 

Ob Führungskräfte oder gemischtes Team: Bisher hatten noch alle unsere Workshop-Gruppen großen Spaß am Basteln. Die Ergebnisse sind humorvoll und sorgen für Lacher. Das tut dem Zusammenhalt gut. 

Gleichzeitig regt der Bastel-Prozess wichtige Diskussionen an. In dieser lockeren, spielerischen Atmosphäre sagen Mitarbeitende oft Dinge, die sie sich vorher nicht getraut haben. 

Kreativ-Methode: Betriebsanleitung für jedes Teammitglied 

Geeignet, um sich besser kennenzulernen, das gegenseitige Verständnis zu fördern und den Zusammenhalt zu stärken. Drucke dafür Vorlagen für eine individuelle „Betriebsanleitung“ auf Din A4-Blätter. Gib deinen Teilnehmenden 15-20 Minuten Zeit, ihr jeweiliges Blatt Papier auszufüllen.

Frage dabei Aspekte ab, wie: 

  • Name des Mitarbeitenden
  • Dieser Kommunikationskanal ist mir am liebsten
  • Zu dieser Tageszeit bin ich besonders fit und motiviert
  • Das ist mir bei Meetings besonders wichtig
  • Diese Aufgaben machen mir besonders viel Spaß
  • Das ist mein Ziel für das kommende Jahr


Hängt alle Betriebsanleitungen auf und macht einen „Gallery Walk“. Dabei schnappt sich jede:r einen Kaffee oder Tee und liest sich in Ruhe alle Anleitungen durch. 

Anschließend kannst du deine Gruppe reflektieren lassen: Was habt ihr Neues über eure Kolleg:innen erfahren? Was hat euch überrascht? Welche Annahme hat sich bestätigt? 

Workshop Idee Betriebsanleitung Teammitglied
Workshop Methode Brainwriting

Kreativ-Methode: Brainwriting mit stiller Galerie 

Jede Person schreibt oder visualisiert ihre Gedanken zu einer Frage auf ein Flipchart oder Din A3-Plakat (z. B. Was bedeutet für mich "Feedbackkultur"?). Dann wandern alle schweigend von Plakat zu Plakat, lesen und ergänzen eigene Gedanken oder Rückfragen. 

Warum das funktioniert: 

  • Besonders geeignet für größere Gruppen
  • Aktiviert auch leise Stimmen im Raum 
  • Assoziatives Arbeiten führt zu neuen Gedankengängen

7. Der Abschluss: Ergebnisse sichern 

und Feedback geben

Was bleibt vom Tag? Dokumentiere gemeinsam mit der Gruppe die nächsten Schritte – idealerweise mit Verantwortlichkeiten und Terminen.

Gib deinem Team zum Schluss noch die Möglichkeit, Feedback zu geben. Wie hat den Teilnehmenden der Tag gefallen? Was nehmen sie mit? Was hat ihnen gefehlt? 

Achte darauf, dass nochmal alle zu Wort kommen. Schaut außerdem auf die Erwartungen vom Morgen. Sind Themen offen geblieben? Falls ja, plant einen entsprechenden nächsten Schritt ein.


Bei aller Mühe am Ende eines Workshop-Tages schaffen es "Next Steps" häufig nicht in den Alltag. Vereinbart deshalb unbedingt ein Follow-up-Meeting in 4–6 Wochen, gerne online. Schaut dabei nochmal auf den Workshop. Was habt das Team bereits umgesetzt? Was hat gut funktioniert? Was wurde noch nicht angestoßen und warum? Muss der Plan vielleicht nochmal geändert werden? Haben sich in der Zwischenzeit neue Bedarfe entwickelt? 

So bleibt das Team agil und stellt sicher, dass es seine Workshop-Ergebnisse optimal nutzt.

Wichtig: Wenn einzelne Punkte nicht umgesetzt werden, ist das kein Drama. Manche Ideen scheitern eben an der Realität. Wichtig ist, darüber zu sprechen und geplante Schritte bei Bedarf anzupassen.

yayworks Workshops und Trainings

Wir unterstützen Euch gerne! 

Und zwar sowohl beim konzipieren Eurer eigenen Workshops, aber auf Wunsch natürlich auch immer gerne mit Moderation und zwar vor Ort oder online. Auch bei der Ausarbeitung von passenden Maßnahmen in punkto Kommunikation und Teamarbeit sind wir erfahrene und engagierte Begleiterinnen für Euer Team!